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Zeitschrift PULSAR Nr. 8 Oktober 2017 – Online-Abonnenten lesen diese Ausgabe jetzt schon!

Pulsar-Cover
•  Der Schlüssel zum Wohlfühlen
•  Wohlfühlfaktor Sex
•  Geistiges Heilen und Engelbotschaften
•  Heilkunde: Meditation
•  Naturheilkunde: Die Heilerde und das Potpourri ihrer Wirkungen
•  Pulsar-Quiz
•  Mit Hunger länger leben
•  "Bio Bärbel" und Airnergy
•  Parkinson, Alzheimer und Depressionen
•  Die Suche nach dem Glück

•  Die Botschaftsmedizin

•  Manuka Clear-Up®-Energie
•  Vata, das große Missverständnis
•  Energiearbeit mit Pferden: Omnipathie u.a.
•  uvm.


 

Prof. h.c. Manfred Krames

Vata, das große Missverständnis

Beweg-Kraft: Va = Antrieb, Motivation, Schub; Ta = Energie

Laut eigener Schätzung kamen über 8 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum über die Ayurveda-Lehre mit dem Begriff „Vata“ in Kontakt, der gemäß einschlägiger Literatur als Bioenergie (Dosha) von Wind und Äther definiert wird, nebst den Energien von Feuer, Wasser und Erde. Lassen Sie mich ein für alle mal falsche Vorstellungen beseitigen.

Es handelt sich um eine dynamische Kraft, die im Falle drastischer Erhöhung sowohl körperliche Störungen also auch, auf feinstofflicher Ebene, Psychosen auslösen kann. Das liegt daran, dass Vata dem Äther entstammt, das einzige Element, das immateriell, unsichtbar, ungreifbar und daher räumlich und zeitlich unbegrenzt ist. Es geht eine direkte Verbindung mit der Psyche ein und beeinflusst unser Unterbewusstsein. 90 % aller psycho-somatischen Erkrankungen werden durch Vata ausgelöst! Wer Vata erkennen und regulieren kann, dem wird es an Patienten nie fehlen, doch um damit arbeiten zu können, muss der Begriff vollends verstanden und verinnerlicht werden.

Er stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Beweg-Kraft (Va = Antrieb, Motivation, Schub; Ta = Energie). Die tibetische Medizin benutzt den Betriff „Lung“ und die traditionelle chinesische Medizin „Feng“ und „Fu“, was die Wirkung der Elemente Wind und Äther genauso berücksichtigt wie Ayurveda. Autoren irren, wenn Sie behaupten, es gäbe Vata nur in den indischen Heilkünsten. Dass sogenannte „Wind-Krankheiten“ die Wurzel allen Übels sind, wissen nicht nur Chinesen und Tibeter, sondern u. a. die traditionellen Ärzte Thailands. In Malaysia z. B. gibt es eine uralte traditionelle Massageform, die primär darauf zielt, Winde aus dem Körper zu treiben. Diese „Winde“ beziehen sich nicht auf chronische Blähungen allein, sondern beinhalten akkumulierte, gasförmige Rückstände in Gewebe, Zellwänden und Kanälen des ganzen Körpers. Chronisch Kranke schwören auf diese Therapie. Laut eines TV-Interviews sagte eine muslimische Expertin, dass überwiegend Frauen von Windkrankheiten befallen seien, was sie sich u. a. durch den Monatszyklus, Schwangerschaften, emotionale Angespanntheit, Wechseljahre, Stress mit Kindern oder dem Ehepartner usw. erkläre, weswegen Frauen auch eher unter kalten Füßen, Einschlafschwierigkeiten, Blasenentzündungen, emotionalem Ungleichgewicht u. ä. litten. Diese Feststellung deckt sich haargenau mit den Aussagen medizinischer Schriften aus Indien und Nepal, die jedoch statt „Wind-“ „Vata-Krankheiten“ sagen.

Vata in Europa

Vata war bereits vor 2500 Jahren in Europa bekannt. Die Ärzte im antiken Griechenland berücksichtigten im 4. Jahrhundert v. Chr. das Element Äther bei Diagnose und Ätiologie. Ayurveda-Kennern ist der Begriff „Vata-Typ“ geläufig, der einen schlanken, luftigen Denkertyp umschreibt, dessen Charakterisierung mitsamt Krankheitstendenzen exakt dem griechischen Bild des sogenannten Leptosomem entspricht, im Gegensatz zum pyknischen und athletischen Typ wie er von Hippokrates und Empedokles verwendet wurde – Begriffe, die auf Sanskrit ihr Äquivalent im Kapha-, bzw. Pitta-Typen finden. Die griechischen Ärzte sagten dem Leptosom u. a. Anfälligkeit zu Psychosen und Schizophrenie nach, was genau dem Vata-Typ der Ayurveda-Medizin entspricht. Äther (Vata) war in der Medizin, Philosophie, Mathematik, Astrologie und Astronomie Griechenlands ein Schlüsselbegriff, der von der Schulmedizin jedoch nie übernommen wurde. Warum?

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Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen PULSAR-Ausgabe.

   
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