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Zeitschrift PULSAR Nr. 10 Dezember/Jänner 2020

Pulsar-Cover
•  Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause!
•  Buddhismus, Tibet und seine Medizin: Ein Kurs in Wundern?
•  Naturheilkunde: Der Sauna-Effekt
•  Spirituelles "Geistwissen"
•  Wassermannzeitalter: Endzeit oder Übergang
•  D E M E N Z – Teil 1
•  Stark und sicher durch den Winter
•  Die Goldkreuzer
•  Zeitenwende – innere Wandlung

•  Orgonite für das energetischen Gleichgewicht

•  Heilkunde: Die Wunder – der Mensch – die Krone
•  Homöopathie und Corona
•  Seelische Widerstandskraft
•  Stress – die Überforderung der Sinne

•  uvm.

 

 

Dr. Gabriele Feyerer

Ein Kurs in Wundern?

Buddhismus, Tibet und seine Medizin

1940 präsentierte Captain V. D’Auvergne, ein hoch dekorierter britischer Kriegsveteran und Abenteurer, seinem akademischen Publikum ein Referat mit dem simplen Titel „Meine Erlebnisse in Tibet“. Er hatte viele Jahrzehnte im buddhistischen Kulturkreis in und um Indien verbracht und dort Dinge erlebt, die man zu Recht als „Wunder“ bezeichnen durfte. Nicht nur sei er dem „Yeti“ begegnet, er wollte noch weit seltsamere Erfahrungen im tibetischen „Land des Schnees“ gemacht haben. Ein Vortragsmanuskript blieb erhalten und der Inhalt wirkt auf uns befremdlich. Als hätte man umgekehrt vor über 100 Jahren einem Tibeter erzählt, dass 2020 die Menschen ihr gesamtes Leben einem ominösen, unsichtbaren Coronavirus unterordnen und die ganze Welt stundenlang über kleine mit Bildern gefüllte Geräte miteinander plappern würde. Unmöglich – oder unter Eingeweihten längst ein alter Hut? Inklusive der Lösung des Rätsels, wie die Megalithen von Stonehenge oder jene mürrischen Steingesichter auf den Osterinseln an ihren Platz kamen? Wovon erzählte der legendäre Captain D’Auvergne, dessen Schriften in Europa nicht mehr aufzufinden sind?

Spirituelle Kräfte und neue Physik

Einem weisen buddhistischen Lama gegenüber sitzend erlebte D’Auvergne, wie dieser mithilfe eines seltsamen Metallgegenstands seinen 200 Meilen entfernt lebenden Bruder „kontaktierte“. Der Lama bezeichnete den Gegenstand als „kleine Annehmlichkeit“, die man sich leiste. Es gehe dabei um Schwingungen, aber diese Metallzylinder würden nur paarweise funktionieren. Ein anderes Mal ließ man ihn Schwefelquellen tief in den Bergen besichtigen, wobei ein Lama in den finsteren Stollen grüne Lichter mithilfe eines Gongs erzeugte. Jedes Einzelne davon, so D’Auvergne, strahlte so hell wie 500 Kerzen und bestand aus einer Art Bergkristall samt Kupferdraht und einer Metallplatte, welche durch den Gong in Schwingung versetzt wurde. Noch mysteriöser erschien die Demonstration eines Lamas, der einen riesigen Stein, den zu bewegen ganz unmöglich war, mit einer öligen Substanz einrieb, wonach dieser massiv an Gewicht verlor, sodass D’Auvergne ihn plötzlich hochheben konnte. Die Substanz und ihre Wirkung würde sich in ein paar Stunden wieder verflüchtigen, so der Lama. Wie dem auch sei, die Erlebnisse erinnern an Begebenheiten, wie sie der Regisseur Clemens Kuby in seinem Film und Buch „Unterwegs in die nächste Dimension“ berichtet, oder an die Berichte der ersten und bekanntesten Tibet-Reisenden Alexandra David-Neel. Sie erlebte selbst die magischen Fähigkeiten des tibetischen Orakels, aber auch die Möglichkeit des Erschaffens körperlich realer Identitäten allein durch Gedankenkraft. Eine Erscheinung, die als „Tulpa“ bezeichnet wurde. Können Spiritualität und Glaube tatsächlich Berge versetzen? Ist so manches, was wir ein „Wunder“ nennen, realer als gedacht?

Man könnte fragen, warum sich Wundersames so häufig in Asien ereignet (wenn man ignoriert, dass auch wir an Schamanismus und Engel glauben), doch gerade der Buddhismus erforscht seit 2500 Jahren den Geist. Tibeter kennen rund 20 Ausdrücke für Bewusstsein, während ihnen für moderne Technik die Begriffe fehlen. Materie, davon sind sie überzeugt, kann durch den Geist geformt werden, wie die Quantenphysik uns heute schon beweist. Licht erscheint etwa zugleich als Teilchen und als Welle. Beides ist leer, also ergebnisoffen und damit veränderlich. Während Clemens Kuby seinen Film „Living Buddha“ drehte, ereignete sich ganz unerwartet ein Wunder. Der erst siebenjährige Karmapa (höchster Lama einer buddhistischen Linie) hinterließ nach einer Zeremonie in dem Felsen, auf dem er saß, die Abdrücke seiner beiden Hände. Fakt oder Fake? Für Kuby unglaublich, für Tibeter zwar geistig erbauend, aber nichts wirklich Besonderes. „Nun, er hat es halt gemacht“, bemerkte auf Nachfragen sein Lehrer quasi so nebenbei … Lassen wir das ruhig so stehen und versuchen es mit leichterer Kost – einem Mönch mit honigfarbenen Augen.

[...]

Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen PULSAR-Ausgabe.

   
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